COMPASS-Partner Benjamin Zwack im Interview


Benjamin Zwack - co:compass-Partner und hier als Koch.

Nachgefragt bei den co:compass Partnerinnen und -Partnern: Was treibt sie an, welche Projekte beschäftigen sie gerade besonders und wie denken sie eigentlich über Tourismus ganz grundsätzlich?

Benjamin Zwack, co:compass Partner in Südtirol, stand uns dazu kürzlich Rede und Antwort: Herausgekommen sind erneut persönliche und interessante Einblicke in seine aktuelle Arbeit – und warum er Understatement und echte Qualität im Tourismus ganz schön wichtig findet.


  • Was sind Deine besonderen Arbeitsschwerpunkte bei co:compass?

Bei co:compass betonen wir gerne unseren praxisorientierten Zugang zu touristischen Themen. Aus gutem Grund: In meinem Fall sind es inzwischen etwa 15 Jahre operative Berufserfahrung im Bereich MICE (zunächst für einen großen deutschen Spitzensportverband, dann viele Jahre für ein

Südtiroler Stadthotel), Kulturtourismus und Tourismusmarketing. Dazu kommt ein Master mit der Vertiefungsrichtung Sport- und Tourismusmanagement, meine Masterarbeit untersuchte erstmals die Potenziale des grenzüberschreitenden Tagungs- und Kongresstourismus in den Alpen.


Das prägt mich auch als Berater: Welche Veränderungen sind durch Vernetzung möglich und sinnvoll? Welche Akteure sollten dabei zusammenwirken und welche Schnittstellen und Aufgabenverteilung braucht es, damit der Tourismus seinen Beitrag zum Gemeinwohl vor Ort leisten kann? Die Breite der aktuellen co:compass-Projekte – von Potenzial- und Qualitätsanalysen über die Strategieentwicklung bis zum konkreten Tourismusmarketing – deckt sich also bestens mit meinem Blick auf touristische Fragestellungen!

  • Welche Projekte und Themen beschäftigen Dich gerade am meisten?

Für eine geschichtsträchtige Stadt in Niedersachsen bringe ich mich gerade gemeinsam mit den co:compass-Partnern Holger Sigmund und Karsten Palme ein, um mit den BürgerInnen sowie den Tourismusbeteiligten vor Ort ein neues Tourismus- und Destinationsmanagementkonzept entstehen zu

lassen. Das große öffentliche Interesse an diesem Prozess ist richtig motivierend – und spricht für die Stadt und Ihre EinwohnerInnen! Daneben denke ich natürlich auch ganz intensiv an eine niederländische Provinz, für die wir gegenwärtig gemeinsam mit einer deutsch-niederländischen Werbeagentur Tourismusmarketing entwickeln und umsetzen dürfen – unkonventionell, unerwartet und witzig. Schließlich haben wir erst kürzlich unsere Arbeit für eine Qualitätsstrategie in einer sächsischen Urlaubsregion abgeschlossen – und diese mit sehr konkreten Tools und praktischen Maßnahmen hinterlegt, um sie im wahrsten Sinne des Wortes „zum Leben zu erwecken“. Da wird Strategiearbeit für die kommenden Jahre richtig greifbar!


co:compass Partner in Südtirol - Benjamin Zwack in seiner Wahlheimat.
  • Was schätzt Du an Compass Tourismus Partner besonders?

Zwei Dinge: Zum einen unsere Organisation als Genossenschaft. Das ist eine verbindliche Arbeitsgrundlage gleichberechtigter PartnerInnen, die weit über ein bloßes Netzwerk hinausgeht. Zum anderen natürlich der intensive Erfahrungs- und Meinungsaustausch mit meinen Kolleginnen und

Kollegen, v.a. mit Holger Sigmund in Zürich, den ich fachlich und persönlich sehr schätze. Auch das ist sicher ein Merkmal von co:compass: Jeder Partner, jede Partnerin hat mindestens ein besonderes Schwerpunktthema, für das er „brennt“ und in dem er oder sie wirklich Experte ist.

  • Und zu guter Letzt: Was bedeutet Tourismus für Dich?

Tourismus ist ein angenehm großes, komplexes Netzwerk mit entsprechend vielfältigen Möglichkeiten für alle, die darin tätig sind. Richtig guter Tourismus lebt persönliche, authentische Gastfreundschaft, überzeugt durch vielfältige, zeitgemäße Angebote – und kennt seine eigenen Grenzen. So ist Tourismus weder der Generalschlüssel für die Lebensraumentwicklung vor Ort, noch stehen ihm in Marketing und

Kommunikation Superlative wirklich gut. Kreativität, echte Qualität und Understatement können im Tourismus ganz schön sexy sein!