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Im Rückblick: Darum ging es bei der 6. Ausgabe von Compass & Friends

  • Autorenbild: Benjamin Zwack
    Benjamin Zwack
  • 30. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Juli

In der vergangenen Woche fand im co:compass-Büro in Köln die sechste Ausgabe von Compass & Friends statt. Der Austausch zwischen den co:compass-Partnerinnen und -Partnern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Destinationen hat inzwischen durchaus Tradition: Gemeinsam werden bei dieser Gelegenheit aktuelle Trends und Entwicklungen aus dem Tourismus und dem Destinationsmanagement diskutiert und neuer Input eingeholt.


So auch dieses Mal zum Thema "Das Dorf neu denken":


Heide Glasstetter, Bereichsleiterin Innenmarketing bei Schwarzwald Tourismus, brachte umfassende Einblicke und vertiefende Informationen rund um das neue Projekt "Schwarzwald.Dorf.Hotel" mit. Denn: Die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) hat die Auswahl der Modell-Orte für das innovative Tourismuskonzept „Schwarzwald.Dorf.Hotel. – Albergo Diffuso“ abgeschlossen. Nach einem intensiven Bewerbungs- und Auswahlprozess stehen inzwischen fünf Orte fest, die im Rahmen der Umsetzungsplanung bis Ende 2026 begleitet werden: Klosterreichenbach (Ortsteil von Baiersbronn, Landkreis Freudenstadt), Nöggenschwiel (Ortsteil von Weilheim, Landkreis Waldshut), Oberharmersbach (Ortenaukreis), Prinzbach (Ortsteil von Biberach, Ortenaukreis) und Schiltach (Landkreis Rottweil). Im Vorfeld der Auswahl fanden mehrere Informationsveranstaltungen – sowohl vor Ort als auch online – statt, bei denen das Projektkonzept vorgestellt wurde. Das Interesse aus der Ferienregion Schwarzwald war groß, zahlreiche Orte und lokale Akteure informierten sich und zeigten Bereitschaft, solch ein Projekt umzusetzen. Mit dem Projekt „Schwarzwald.Dorf.Hotel. – Albergo Diffuso“ erprobt die Schwarzwald Tourismus GmbH seit 1. September 2025 neue Wege zur Belebung von Ortskernen, zur Stärkung der regionalen Baukultur und zur Weiterentwicklung der Gastgeberlandschaft. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. co:compass begleitet die STG bei diesem Projekt.


Karsten Palme, Partner bei co:compass, ergänzte mit einem Blick hinter die Kulissen: Wie wird aus einer Idee ein funktionierendes Albergo-Diffuso-Konzept und welche Innovationen stecken in diesem besonderen Beherbergungsmodell, das ursprünglich aus Italien stammt? Neben den verschiedenen organisatorischen Aspekte zeigte er gute Beispiele und die wesentlichen Merkmale, die ein "verteiltes Hotel" z.B. in einem Dorf zum Erfolg werden lassen.



Benjamin Zwack, Partner bei co:compass, brachte aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich der regionalen Mobilität mit nach Köln. Er hielt fest, dass sich Mobilität und Mobilitätserwartungen derzeit deutlich verändern: Mobilitätshubs und Mobility as a service sind demnach wichtige Aspekte für attraktive Mobilitätslösungen der Zukunft. Mit Beispielen aus dem Bereich des Zugverkehrs und der schon in wenigen Jahren startenden Elektro-Fliegerei zeigte er, welch großes Potenzial in diesem Segment auch für Tourismus, Hotellerie und Regionalentwicklung steckt.


Die wesentlichen Erkenntnisse des gemeinsamen Austauschs:


Innovation muss nicht immer „revolutionär" sein. Oft sind es viele kleine Stellschrauben an einem bestehenden Geschäftsmodell oder einer Idee. Es geht vielfach also um die sprichwörtliche, richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Zugleich identifizierten die Teilnehmenden aber auch fehlende Vernetzung und die mangelnde Akzeptanz vor Ort als Hemmnisse auf dem Weg zu besseren Mobilitätslösungen in den Regionen. Mehr und v.a. bessere Kommunikation kann dabei ein entscheidender Hebel sein. Auch die Themen Nachhaltigkeit sowie Barrierefreiheit müssen selbstverständlich mitgedacht und im Prozess implementiert werden.


Heide Glasstetter brachte es abschließend auf den Punkt: "Es braucht bei allen Projekten auf Destinationsebene einen kompetenten, kontinuierlichen Kümmerer für Kommunikation und Koordination!"


Die nächste Ausgabe von Compass & Friends wird voraussichtlich im Herbst 2026 stattfinden.


Ein herzliches Dankeschön an Christian Straub für die Fotos.

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